Die anderen...und wir.
Eine Veranstaltungsreihe für kulturelle Vielfalt und Demokratie im Klanghaus Ilow
2010

Die Kulturwirkstatt Ilow e.V. realisierte 2010 mit „Die anderen ... und wir“ ein Projekt zur Förderung der kulturellen Vielfalt und Demokratie im ländlichen Raum Westmecklenburgs. Es bestand aus vier Kulturveranstaltungen, die sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene richteten.

Die Veranstaltungsreihe bestand aus zwei Schulprojekttagen für Schülerinnen und Schüler der Regionalen Schule Neuburg und zwei öffentlichen Abendveranstaltungen.



Schulprojekttag 1: „Afrika – fern und doch nah“

Der Tag richtete sich an 45 Schülerinnen und Schüler im Alter von 10-12 Jahren. Das proVie Theater Hohenbüssow e.V. vermittelte afrikanische Kultur. Es wurde gemeinsam getrommelt und eine afrikanische Mittagsmahlzeit eingenommen. Amri Hambanas erzählte von seiner Flucht aus Ruanda, die Kinder sahen einen Film über Togo und stellten viele Fragen.

Schulprojekttag 2: Demokratie (er-) leben!“
Der Tag war für 25 Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse im Alter von 15-17 Jahren konzipiert. Zu Gast war das Team des Demokratiebusses der Landeszentrale für politische Bildung MV. Im Planspiel „Akronia“ mussten alle aktiv mitmachen. Nach der Mittagspause sahen die Schüler den Film „Die Welle und diskutierten mit Kerstin Weiss, Fachdienstleiterin Jugend und Kultur des Landkreises Nordwestmecklenburg.

„Neue Lügen braucht das Land“
Die Mitglieder des Vereins recherchierten aktuelle politische Fakten, Entwicklungen, Tendenzen, es wurden Lieder zusammengestellt und konkrete regionale, im ländlichen Raum „wunde Punkte“ beschrieben, auf deren Grundlage die Künstler ein speziell auf die Region abgestimmte Programm erarbeiteten.

„Inejnem – Zusammen“ – Jiddische Lieder mit der Gruppe Aufwind
Beim Klesmer-Abend spielten die international bekannten Musiker von Aufwind jiddische Volkslieder und Tanzmusik osteuropäischer Juden. Einzelne Lieder, ihre Entstehung und Bedeutung wurden überaus unterhaltsam erläutert. Das Konzert spiegelte die Lebensfreude ebenso gut wider, wie den Schmerz und die Wehmut des jüdischen Volkes. Die Musiker zeigten den vielen Gästen anhand ihrer eigenen Biografien und Lebenswege, wie bereichernd eine „fremde“ Kultur für die eigene Kunst, die eigene Musik, die eigene Identität sein kann.